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IG Metall Friedrichshafen-Oberschwaben

IG Metall Geschäftsstelle Friedrichshafen-Oberschwaben



Mehr Geld für Kfz-Beschäftigte

IG Metall Tarif 2015: Wir fuer mehr

20.05.2015 Warnstreiks mit mehr als 3000 Teilnehmern zeigen Wirkung; 3 Prozent mehr Geld ab Juni, weitere 2,8 Prozent ab Oktober 2016

Die rund 55 000 Beschäftigten im baden-württembergischen Kfz-Handwerk bekommen in zwei Stufen deutlich mehr Geld: Löhne, Gehälter und Ausbildungsvergütungen steigen ab Juni zunächst um 3 und ab Oktober 2016 um weitere 2,8 Prozent.

Die Einigung gelang den Tarifvertrags-Parteien in der dritten Verhandlung in Korntal-Münchingen, mehr als 3000 Beschäftigte hatten zuvor in betrieblichen Aktionen und Warnstreiks Druck auf die Arbeitgeber gemacht.

"Für diesen Einsatz möchte ich mich ausdrücklich bedanken, die Warnstreiks haben ganz offensichtlich Wirkung gezeigt", sagte Martin Sambeth, Verhandlungsführer der IG Metall in Baden-Württemberg. Der Abschluss beschere den Beschäftigten ein ordentliches Plus und beteilige sie angemessen an der guten wirtschaftlichen Entwicklung im Kfz-Handwerk. "Damit bleibt die Branche auch künftig für Fachkräfte attraktiv und wird nicht von der guten Entgelt-Entwicklung in der Industrie abgekoppelt."

Die Eckpunkte des neuen Entgelttarifvertrags: Ab 1. Juni 2015 steigen die Löhne und Gehälter um 3 Prozent, die Ausbildungsvergütungen steigen analog. Ab Oktober 2016 folgt ein weiteres Plus von 2,8 Prozent. Der Tarifvertrag ist erstmals zum 31. Mai 2017 kündbar.

Zudem haben die Tarifpartner verabredet, dass eine Arbeitsgruppe aus Experten beider Seiten die Vergütungen der Verkäufer hinsichtlich Struktur, Fixum und Provisionen analysiert, überprüft und gegebenenfalls Änderungen vorschlägt. Hintergrund ist, dass einzelne Vergütungsbausteine der Verkäufer teils über 20 Jahre nicht mehr angepasst wurden, "deshalb ist es höchste Zeit, das Thema jetzt anzugehen", betonte Sambeth. Bis Ende September 2015 soll die Arbeitsgruppe zu einem ersten Termin zusammenkommen, spätestens im Dezember soll sie erste Ergebnisse liefern.

Bis zur dritten Verhandlungsrunde haben sich mehr als 3000 Beschäftigte aus 82 Kfz-Betrieben in ganz Baden-Württemberg an Warnstreiks, Kundgebungen und Informationsveranstaltungen beteiligt. Vergangene Woche hatten bereits die Tarifpartner in Bayern einen Abschluss für das Kfz-Handwerk erzielt, am morgigen Donnerstag wird im Saarland verhandelt.

Letzte Änderung: 20.05.2015


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